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Alarmanlagen – brauche ich das?

Am besten vor Einbrüchen schützen können Sie sich mit Hilfe mechanischer Sicherungen an Türen und Fenstern. Außerdem sind dabei Alarm- und Videoanlagen, wie auch Bewegungsmelder von großer Bedeutung und unterstützen die Überwachung enorm. Dabei ist aber nicht jede technische Lösung für einen Eigentümer oder Mieter immer sinnvoll.

 

Die Alarm- oder Videoanlagen:

Einbrecher lassen sich recht gut in zwei Kategorien einteilen. Die einen schreckt eine Alarmanlage ab und lassen sich davon irritieren, während die anderen sich nicht davon beeindruckt zeigen, da sie wissen das sie für den Einbruch weniger Zeit benötigen werden, ehe jemand auf den Alarm reagieren wird. Videoanlagen im Eingangsbereich können hierbei wichtig sein, um mögliche Diebe zu identifizieren, was aber nur einen Anwesenheitsschutz darstellt und nichts mit einem Einbruchschutz zu tun hat. Sie erreichen so nur eine Zutrittskontrolle.

 

Die Bewegungsmelder:

Oftmals werden Bewegungsmelder als sinnlos angesehen. Wird der Strahler ausgelöst, dann schaut man vielleicht in der Anfangszeit noch nach, aber einige Zeit später vermutet man meistens als Auslöser nur noch eine Katze beispielsweise als Grund dafür. Außerdem werden diese Strahler oft nur aus kürzester Distanz ausgelöst, wenn der Täter schon zu nah am Haus ist. Eine sanfte Dauerbeleuchtung mit Energiesparlampen macht mehr Sinn. Ein eingebauter Dämmerungssensor, der über eine Zeitschalt-Uhr zu betätigen ist kann dabei ein Hilfsmittel sein. Ein Einbrecher sucht sich dann lieber ein Haus mit dunkelbeleuchteten Hof oder Garten in der Nachbarschaft aus.

 

Fünf technische Tipps für einen ordentlichen Einbruchschutz:

 

Tipp 1 Fenstergitter: Sie sind die einzige Variante, die von Versicherungen anerkannt werden, wenn ein Einbruch durch ein gekipptes Fenster erfolgen sollte. Für das Badezimmer oder Gäste-WC kann ein Fenstergitter so als gute Sicherungsmöglichkeit angesehen werden.

 

Tipp 2 die richtigen und sicheren Türen.

Die optimalen Sicherungsmerkmale einer Tür sind ein stabiles Türblatt, ein ordentlich befestigter Rahmen, ein spezielles Schließsystem mit Mehrfachverriegelung, eine Bändersicherung und ein Schutzbeschlag mit Ziehschutz oder einem ziehgeschütztem Zylinder.

 

Tipp 3 die Keller- und Fenstertüren.

Hier bieten sich zum Beispiel Gitterroste mit einer entsprechenden Spezialsicherung gut an. Aber auch Gitter mit Rollkern sind eine effektive und sichere Sache. Allerdings sollte man in Tiefparterre- oder Kellerräume keine Gitter mit Rollkern einbauen, wenn diese als Wohnräume genutzt werden, da es sonst keine schnelle Möglichkeit gibt, um bei einem Brand fluchtartig ins Freie zu gelangen. Deshalb ist es wichtig eine Sicherung einesSchlosses von Innen zu erreichen, dass in einem Brandfall der Weg nach draußen schnell vollzogen werden kann.

 

Tipp 4 der Kellerabgang.

Ein Täter ist hier meist unbeobachtet. Deshalb ist hier eine DIN-geprüfte Tür der Widerstandsklasse 2 mit Bandseitensicherung und Mehrfachverriegelung ratsam. Oder eine nach außen aufgehende Tür. Der Einbrecher müsste hier zu sich dann aufhebeln.

 

Tipp 5 Wichtigkeit der Widerstandsklassen nach der DIN-Form.

Fenster und Türelemente werden hier in insgesamt sechs Widerstandsklassen unterteilt. Ein guter Schutz gegen Gelegenheitstäter, wird ab Widerstandsklasse 2 erreicht. Alles was über die Widerstandsklasse 3 herausgeht, ist für den Privatbereich zu aufwändig, zu schwer und zu teuer. Daher sollte man zumindest Beschläge wie bei DIN-geprüften Fenstern und einen abschließbaren Griff einbauen. Eine günstige und effektive Variante für Terrassen- oder Balkontüren.