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TRACHTENVEREINE HEGEN UND PFLEGEN REGIONALE UNTERSCHIEDE

Im 19. Jahrhundert erlebte Bayern einen regelrechten Trachtenbaum. Die erste Person, die sich für das Tragen der traditionellen Kleidung auf dem Lande einsetzte, war König Maximilian II. Damit wollten die Mitglieder des Hauses Wittelsbach nicht nur das bayerische Nationalgefühl, sondern auch das Selbstbewusstsein ihrer Untertanen gegenüber den Preußen stärken. Maximilian II. war der erste König von Bayern, der im Kostüm erschien.

Als die Tracht Ende des 19. Jahrhunderts zu verschwinden drohte, gründeten der Lehrer Josef Vogl und seine Mitstreiter in Bayrischzell den ersten Trachtenverein. Die Tracht dieses Stadtteils, die “Miesbacher Tracht”, ist bis heute eine der berühmtesten Trachten der Welt. Diese historische Tracht hat ihre Wurzeln in der Kleidung, die in den bayerischen Alpen getragen wurde. Anhand bestimmter Merkmale lässt sich die genaue Region bestimmen, aus der das Kostüm stammt, sowie der soziale Status des Trägers. Trachtenvereine in ganz Bayern haben es sich zur Aufgabe gemacht, klassische Trachten so original wie möglich zu erhalten. Es ist besonders wichtig, dass die Muster und Materialien so authentisch wie möglich sind. Wenn die Vielfalt der Herrenbekleidung schon groß ist, ist die Vielfalt der Damenbekleidung noch größer.

Charakteristisch für die Miesbacher Tracht sind das langärmelige Dirndlkleid, der gleichfarbige Rock, eine weiße Bluse und weiße Schürze, weiße Seidenstrümpfe und schwarze Trachtenschuhe aus Leder. Die traditionellen Farben für Rock und Mieder sind blau oder weinrot.

Das Mieder der Chiemgauer Tracht ist immer schwarz. Die Männertracht besteht aus einem Leinenhemd, einer kurzen Lederhose, niedrigen Bergschuhen und einem Hut mit einer Bürste aus Gamshaar auf der Spitze.

Charakteristisch für die Berchtesgadener Tracht der Frauen ist der runde Berchtesgadener Hut mit einer flachen Kordel, oft mit goldenen Quasten verziert.

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